05. Gute Bildung und gleiche Bildungschancen für alle

Bildung ist ein Menschenrecht! Daher muss der Zugang zu Bildung allen Menschen in gleichem Maße offenstehen. Leider hängt auch in Hessen der sogenannte „Bildungserfolg“, also die erreichten Bildungsabschlüsse, noch immer von der sozialen und finanziellen Herkunft ab. Das darf nicht sein! Zu guter und gerechter Bildung zählt aber noch mehr. Wir fordern daher ein Lernumfeld, in dem sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte und die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich lernen, lehren, fördern und arbeiten können.

DIE LINKE will eine sozial gerechte und demokratische Bildungsreform. Alle fördern und kein Kind „sitzen lassen“ muss an die Stelle von Auslese treten. Zudem will DIE LINKE die Arbeitsbedingungen von Lehrerinnen und Lehrern verbessern, Schulgebäude und Sportstätten gründlich und bedarfsorientiert sanieren, echte Lernmittelfreiheit herstellen und die Schule inklusiv und integrativ gestalten.

Dabei darf nicht vergessen werden: Eine sozial gerechte Bildung für alle kann nur in gesellschaftlicher Verantwortung und bei umfassender und bedarfsorientierter staatlicher Förderung gewährleistet werden. Bildung ist keine Ware! Die LINKE wendet sich daher gegen alle Formen von Privatisierung und Ökonomisierung des Bildungswesens. Wir wenden uns gegen die Bemühungen der Landesregierung, sich dadurch immer weiter aus der Verantwortung zu stehlen. Kitas, Schulen und Hochschulen sollen sich nicht wie Unternehmen verhalten müssen. Pädagogik soll im Vordergrund stehen, nicht ‚Effektivitätskennziffern‘, die in zentralen Vergleichstests erhoben werden und die Bildungseinrichtungen durch ‚Rankings‘ in Konkurrenz zueinander setzen.

Bildung muss umfassend und bedarfsgerecht finanziert werden. Das hessische Bildungswesen ist im internationalen Vergleich stark unterfinanziert. Das wollen wir ändern.

 
 

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Kommentare   

Baris Agus
# 05. Gute Bildung und gleiche Bildungschancen für alleBaris Agus 2018-01-29 13:05
Pädagogische Ganztagesangebote sind auszuweiten: Hausaufgabenbetreuun g, sportliche, soziale, künstlerische und musikalische Aktivitäten, Lerngruppen, vielfältige AG's etc. Ob ein Kind am Nachmittag daran teilnehmen kann, darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Eine gute Ganztagsbetreuung ist der effektivste Weg, den Bildungserfolg von sozialer und finanzieller Herkunft zu entkoppeln. Die finanziellen Mittel hierfür müssen erhöht werden, die Schulen sollen die Umsetzung möglichst autonom steuern können.

Die 2-Klassen-Lehrerscha ft muss beendet werden. Zeitverträge mit geringerer Bezahlung und regelmäßige Arbeitslosigkeit in den Sommerferien ist einem guten Bildungssystem unwürdig. Was in der Leiharbeit falsch ist, kann in der Bildung nicht richtig sein.

Sitzenbleiben ist ein Relikt vergangener Zeiten. Das bildungspolitische Mantra, dass Fleiß sich auszahlt, hält einem Realitätscheck nicht Stand. Das Wiederholen ganzer Jahrgangsstufen führt in den meisten Fällen nicht zu der gewünschten Verbesserung. Ob ein/e Schüler*in die Klasse wiederholen muss, hängt heute zu sehr von der finanziellen und sozialen Herkunft ab. Nachhilfe gehört aber nicht in die Hand privater Unternehmen. Statt Auslese durch Sitzenbleiben zu betreiben, ist es Aufgabe der Schulen, individuelle Förderung umzusetzen. Die Umsetzung ist durch neue Stellen zu gewährleisten und darf nicht auf dem Rücken der bereits stark belasteten Lehrer*innen abgeladen werden.
Melanie Tepe
# RE: 05. Gute Bildung und gleiche Bildungschancen für alleMelanie Tepe 2018-01-23 20:40
Die Belastung für die Lehrkräfte muss zurückgehen. Es müssen genug Lehrer*innen an den Schulen sein und die Stundenzahl muss gesenkt werden. Nur dann ist es möglich, dass der Unterricht gut vor- und nachbereitet wird. Zudem sollten mehr Sozialarbeiter*innen an den Schulen aktiv sein, die die Lehrer*innen unterstützen und entlasten können.

Zudem müssen die Klasse kleiner werden damit eine bessere Betreuung erfolgen kann.

Die Ausbildung der zukünftigen Lehrer*innen sollte verbessert werden. Studium und Arbeit in der Schule sollten dafür verzahnt werden. Zudem sollen Lehrer*innen die Möglichkeit haben sich regelmäßig fortbilden zu können/ zu müssen. Die Kinder verdienen den besten Unterricht und deswegen müssen auch die Lehrkräfte immer "up to date" sein.

Die Schulen müssen dringend saniert werden und Neubauten sollten sich an umweltpsychologische n Gesichtspunkten orientieren. Es werden modere Gebäude benötigt, in denen sich alle Menschen wohlfühlen und ein gutes Lehrklima entsteht.
Die Schulen müssen mehr finanzielle Mittel bekommen, damit sie neue Materialien kaufen können, die den Unterricht bereichern und erweitern.

An Ganztagsschulen muss es zudem ein kostenloses Mittagessen für alle Schüler*innen geben, welches nach den Richtlinien der DGE gekocht wird.

Manche Schulen kündigen ihren Lehrkräften zum Sommer hin, stellen sie dann aber zum Herbst wieder ein. Diese Maßnahme ist abzulehnen, denn in der arbeitslosen Zeit müssen die Lehrkräfte vom Amt unterstützt werden und Anträge für die Unterstützung stellen.
Roland Schier
# Konferenz- und Buerokratiebelastung fuer Lehrer senkenRoland Schier 2018-01-18 18:41
Die Lehrer wehren sich gegen diese in den letzten Jahren stark gestiegene Belastung, indem sie mit materiellen Mitteln nachlaessig umgehen, was bei den Schultraegern zu erhoehten Kosten fuehrt. Daraus folgend, koennten Investitionsprogramm e im Bildungsbereich ins Leere laufen, weil nach wenigen Jahren die neuen Gegenstaende genauso mangelhaft bzw. kaputt sind wie die alten. Die verringerte Konferenz- und Buerokratiebelastung fuer Lehrer gibt diesen mehr Zeit fuer Familie und Kinder. Damit koennte der Staat zeigen, dass gute Familien- und Kinderpolitik nicht mehr, sondern weniger Geld kosten und vor allem auch Spass machen kann.

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