08. a) Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen – Verkehr sozial und ökologisch gestalten

Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Verkehr verursacht aber auch erhebliche Umweltbelastungen. Feinstäube, Treibhausgase und Verkehrslärm führen zu Gesundheitsschäden. Verkehr macht einen großen Teil des Energieverbrauchs in Hessen aus. Bislang ist es nicht gelungen, den Treibhausgasausstoß des Verkehrs in Hessen gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Ein Drittel des klimaschädlichen Treibhausgasaustoßes in Hessen stammt aus dem Verkehr. Seit Jahren steigen der Individualverkehr und mit ihm die Emissionen in Hessen. Um den Klimawandel aufzuhalten, brauchen wir eine Verkehrswende.

Der ÖPNV ist zum Stiefkind der Verkehrspolitik geworden. Während der Ausbau des Straßen- und Luftverkehrs massiv vorangetrieben wird, ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) chronisch unterfinanziert. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel werden auf vielen regionalen Bahnstrecken die Zugtaktung gestreckt, wichtige Verkehrsprojekte verschoben und Bahnstrecken stillgelegt.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) stellt nicht nur die ressourcenschonendste Verkehrsart dar, er ist Arbeitgeber für Tausende Menschen in Hessen. Gerade diese Menschen haben in den vergangenen Jahren erleben müssen, wie die Politik der Landesregierung ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen massiv verschlechtert hat. Der Versuch, im hessischen ÖPNV zwangsweise Ausschreibungen vorzuschreiben und so auf dem „hessischen Weg“ die Liberalisierung voranzutreiben, hat keines der versprochenen Ziele erreicht. Im Gegenteil: Er hat zu deutlichen Lohnsenkungen geführt und zu einem Massensterben mittelständischer Verkehrsunternehmen. Der Einfluss internationaler Konzerne, die ihre Monopolstellung mittlerweile ausnutzen, um drastische Preissteigerungen durchzusetzen, ist gewachsen. Das ÖPNV-Angebot stagniert derweil und die Fahrpreise befinden sich im bundesweiten Vergleich an der Spitze.

DIE LINKE will:

 
 

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Kommentare   

Grahner, Sven
# Taktverbesserungen brauchen InfrastrukturausbauGrahner, Sven 2018-02-11 17:54
Gebraucht wird der Integrale Taktfahrplan in ganz Hessen,
so dass an den Knoten Anschlüsse haben ( Bahn auf Bahn, Bahn auf Bus, Bahn auf Straßenbahn, usw... Dafür muss die Infrastruktur ausgebaut werden. Das Grundangebot sollte im Stundentakt fahren und das Ziel ist an Werktagen der Halbatundentakt in ganz Hessen.
ZZ wird hauptsächlich das Rhein-Maiin-Gebiet gefördert.
Zur Anbindung der anderen Gebiete sollten Regrio-Tram-Netze, bzw. Zwei-System-Stadtbah nnetze ausgebaut, bzw. gepalnt werden..Das ist eine realistische und effektive Elektromobilität.
Folgende Regiotramnetze sind wünschenswert :
Mainz-Wiesbaden, Darmstadt, Rhein-Neckar-Bergstraße-
-Odenwald, Mittelhessen, Marburg-Gießen-Wetzlar,
Fulda, Hanau, Nordhessen, u.a.
Zu prüfen ist, wie verschiedene Spurweiten kompatibel gemacht werden können, damit nicht alles umgespurt werden muss. In Deutschland bisher nur Drei-Schienen-Gleis in der Praxis.erprobt. Aktuelle Forschungen in der Schweiz : Triebwagen, die beides, Meterspur und Normalspur, können. S.a. Richtung Spanien , Russland Breitspur / Normalspur,..
Der ÖPNV kann nicht nur über die Verkehrsverbünde
finanziert werden. In NRW gibt es z.B. direkte Zuschüsse.für den laufenden Betrieb von Stadtbusnetzen
Das aktuelle Entgeldsystem für die Busbetreiber ver-
hindert Verbesserungen, wie zusätzliche Bushaltestellen,
weil diese extra und zusätzlich bezahlt werden müssen.
so dass deshalb keine neuen zusätzlichen Haltestellen eingerichtet werden, auch wenn das Potential gewachsen ist. Die Gesetze für das Entgeldsystem müssen
novelliert werden oder neue Zuschüsse gewährt werden..
Das Hessenticket muss ausgebaut werden, bisher nur
Einzelpersonen und nur über Tage, außerdem Schüler. . Andere Bundesländer haben mehr., z.B. Familien, Gruppen, bei Nacht.
Überlappungsregelegu ngen zu Nachbarbundesländern und ihren Ländertickets sind zu verbessern.
Auch die Verkehrsverbünde brauchen größere Überlappungsgebiete zu ihren Nachbarverkehrsverbünden.
in Hessen und zu Verbünden in den Nachbarbundes- ländern..
Roland Fuchs
# Neue BahnstreckenRoland Fuchs 2018-01-18 23:10
Um die Ländlichen Regionen zu stärken ist es auch notwendig neue Stecken zu erkunden, auszukundschaften.
Diese zu Reaktivieren (Aar-Salzböde-Bahn, Lumdatalbahn) oder sogar neue Strecken zu bauen (Vogelsberg, Nordhessen) um ländliche Räumer besser an den ÖPNV anzuschließen. Dafür sollte sich das Land Hessen einsetzen und finanziell beteiligen
Roland Schier
# Tourismus in der Region staerkenRoland Schier 2018-01-18 19:26
Wenn man in Hessen die touristischen Bemuehungen der Kreise und Staedte betrachtet, stellt man fest, dass die Kommunen auf diesem Sektor in der Regel fuer sich kaempfen und Moeglichkeiten verschenken. Beispiele: In Gross-Umstadt wird die Feste Otzberg nicht wahrgenommen. In Griesheim findet man keinen Hinweis auf das Geburtshaus von Georg Buechner in Riedstadt-Goddelau.
Daraus folgt, dass man auch viele Dinge in der Umgebung entdecken kann und sich nicht dem Konsumstress eines grossen Auslandsurlaubes antuen muss, wenn eine groessere Weiterbildung ansteht, aus Karrieregruenden ein Firmenwechsel erfolgt oder mehrere kleine Kinder in der Familie sind.
Bahn und RMV werben ja schon staendig damit, mit dem Pendlerticket das Rhein-Main-Gebiet zu erkunden. Das koennte man ergaenzen, in dem in den Bahnhoefen eine Landkarte touristische Ziele in der Umgebung abbildet oder es eine kontinuierliche Aktion gibt "Mit dem Hessenticket zu den schoensten Zielen in Hessen".
Tourismus in der Region ist auch eine Massnahme, die Direktvermarktungsmo eglichkeiten der Bauern zu staerken. Das ist fuer kleinere Einheiten leichter zu realisieren und damit auch eine Massnahme gegen Massentierhaltung.

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