10. f) Tierschutz voranbringen

Tiere sind in unserer Gesellschaft als „Produktionsfaktor“ der Ausbeutung und Quälerei durch Wirtschaft und Wissenschaft hilflos ausgesetzt. Tierschutz darf nicht mehr unter dem Vorbehalt wirtschaftlicher Interessen betrachtet werden. Im Gegenteil: Tiere sind generell als fühlende Wesen zu behandeln. Ihnen stehen Rechte auf Unversehrtheit und angemessenen Umgang zu.

Dies gilt auch für die mehr als 23 Millionen Haustiere, die teilweise unter qualvollen Umständen leben, weil kein Gesetz sie schützt. Deshalb unterstützt DIE LINKE die Tierschutzorganisationen in ihrer Forderung nach einem „Heimtierschutzgesetz“ sowie nach einem Verbandsklagerecht. Industrielle Tiermäster oder Tierexperimentatoren können durch alle Instanzen gegen Tierschutzauflagen der Behörden klagen. Aber niemand kann klagen, wenn die Behörden Tierschutzvorschriften nicht in vollem Umfang durchsetzen. Und gerade dieses Vollzugsdefizit ist ein dringendes Problem in Hessen.

DIE LINKE will:

  • Massentierhaltung verbieten– diesbezüglich ist steter Druck auf die Bundesregierung auszuüben;
  • die Haltung von Tieren muss an deren Bedürfnisse anpassen und nicht die Tiere an ihre industrielle Haltungen;
  • das Töten von männlichen Eintagsküken in der Legehennenzucht sofort stoppen, Alternativen sind längst entwickelt;
  • Tiertransporte vermeiden und wo zwingend notwendig verkürzen und stressfrei organisieren;
  • den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast deutlich reduzieren;
  • Den Einsatz von Versuchstieren lehnen wir ab. Hier müssen schnell und nachhaltig Alternativen entwickelt werden.

 
 

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Kommentare   

Luca Steinbeck
# Konkretisierung möglich?Luca Steinbeck 2018-01-27 15:14
"den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast deutlich reduzieren;"

Das klingt für mich so formuliert sehr schwammig und unkonkret. Was genau bedeutet "deutlich" reduzieren? Auf das notwendige Maß etwa? Und was soll das notwendige Maß sein?
Luca Steinbeck
# Nochmal Oberlehrer...Luca Steinbeck 2018-01-27 15:11
"die Haltung von Tieren muss an deren Bedürfnisse anpassen und nicht die Tiere an ihre industrielle Haltungen;"

besser klingt für mich: "Die Haltung von Tieren muss an ihre Bedürfnisse angepasst werden und nicht die Tiere an ihre industriellen Haltungen"
Melanie Tepe
# RE: 10. f) Tierschutz voranbringenMelanie Tepe 2018-01-23 20:11
Alles gut und richtig. Es wäre gut, wenn wir fordern, dass es strengere Kontrollen bei Schlachthöfen und Landwirtschaft gibt. Vorstöße gegen das Tierschutzgesetz müssen geahndet und entsprechend bestraft werden. Zudem muss es eine strenge Reglung für die Austragung von Gülle geben. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind katastrophal.

Vielleicht sollte man auch noch erwähnen, dass in der Tierhaltung massiv Treibhausgase entstehen und der gesamte Bereich den Klimawandel stark beschleunigt. Deswegen müsste die Anzahl der Tiere deutlich reduziert werden. Diese Tiere würden dann aber auch besser gehalten werden.

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