12. c) Demokratisierung digitaler Kommunikation

Gleichzeitig muss ein modernisiertes Urheberrecht sowohl Urheber- und Nutzerinteressen als auch eine von Verwertungsinteressen unbehinderte kulturelle Teilhabe sicherstellen. Hierzu gehört, dass Marktmonopole (z.B. Amazon im e-book-Vertrieb) begrenzt werden, als auch, dass zukünftig alle Autor*innen, Musiker*innen oder Komponist*innen an der Nutzung ihrer Werke verdienen können. DIE LINKE spricht sich ferner nachdrücklich aus für den Aufbau einer öffentlich-rechtlichen Suchmaschine als leistungsfähige und demokratische Alternative zu den monopolistischen Anbietern wie z.B. Google.

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Kommentare   

Michael Riese
# Staatliche Suchmaschine?Michael Riese 2018-01-23 06:59
SDSM (Staatliche Deutsche Suchmaschine)

Im Programmentwurf der LINKEN zur kommenden hessischen Landtagswahl heißt es zu Google: „DIE LINKE spricht sich ferner nachdrücklich aus für den Aufbau einer öffentlich-rechtlich en Suchmaschine als leistungsfähige und demokratische Alternative zu den monopolistischen Anbietern wie z.B. Google.“

Es ist fraglich, für was diese Forderung gut sein soll. Google hat als kleine Initiative Marktführer der Internetrecherche wie Yahoo verdrängt, weil Googles Suchalgorithmus bessere Ergebnisse gebracht hat.

Alternativen zu Google gibt es etliche. Manche nutzen deren Suchmaschine und erweitern sie um Aspekte des Datenschutzes. Aber kein Unternehmen und keine Initiative konnte bisher Google verdrängen, weil die Nutzer mit ihr immer noch die besten Ergebnisse erhalten.

Eine deutsche staatliche Suchmaschine ist vor diesem Hintergrund völlig chancenlos und überflüssig.

Die Forderung selbst weißt aber auf eine traditionelle linke Neigung, möglichst viele gesellschaftliche Beziehungen und Aufgaben in staatliche zu verwandeln. Aber Verstaatlichung ist per se weder fortschrittlich noch demokratisch.
Kai Humburg
# Öffentlich Rechtliche alternativen zu GoogleKai Humburg 2018-01-22 10:52
Google funktioniert nur weil es alle Daten hat. Kein Anbieter kann diese Datenvielfallt je einholen und kein Nutzer wird sich mit schlechteren Daten zufrieden geben. Ausserdem ist der Aufbau einer öffentlich-rechtlich en Suchmachine viel zu teuer. Alleine die Serverkosten. Google hat letztes Jahr im 4 Quartal $2.26 Milliarden für den Ausbau Ihrer Server ausgegeben. Google ist ein gewolltes Monopol. Es wäre sinnvoller Google einfach mehr in die Pflicht zur nehmen und sie dazu zu bringen Ihre Erträge im Land der Herkunft zu versteuern und mehr Transparenz zu schaffen.
Selbiges für Facebook, Twitter etc. Monopol müssen nicht immer schlecht sein. Es ist zu spät das Deutschland bzw. Europa eine Ernsthafte Alternative dazu aufbauen kann.

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